Yukno

YUKNO [juːnoː]

„Dass es Zufall ist, reine Illusion, dass uns nur Distanz verbindet, weil ständig alles expandiert, dass die Nacht die Herzen treibt und sie am Morgen wieder vergisst, dass man sich vermisst, halb Teufel, halb Kind, ein Kompromiss, ein Schrei gegen den Wind, dass es die Welt im Innersten zerreißt, dass es reicht, dass es bleibt, das ist Yukno.“

Yukno sind die Brüder Georg und Nikolaus aus der Steiermark. In ländlicher Abgeschiedenheit tüfteln die beiden an ihrem ganz eigenen Sound, der dann doch viel mehr nach Großstadt als nach ruraler Verschlafenheit klingt: Elegant verstricken sie handgemachte Indie-Pop-Elemente mit feinsinniger Elektronik, Synthies und dezent eingebettetem Gesang zu einem Soundgewand, das nicht nur den Zeitgeist trifft, sondern auch direkt beim ersten Hinhören aufhorchen lässt. „Oh, wer ist das denn?“ – so die häufige Reaktion derer, die zum ersten Mal über einen Titel der Brüder stolpern. Man möchte sofort mehr hören, die Platte auf Repeat stellen und die Songs mit einem geheimnisvollen wie vielsagenden Dealer-Blick („Psssst, heißer Scheiß!“) dem kritischen Musik-Nerd aus der Clique zustecken. Yukno selbst wollen allerdings gar kein elitäres Thema sein – sie machen einfach unaufgeregt ihr Ding, lassen die Musik für sich selbst sprechen und klingen dabei verdammt frisch und neu. Warum genau? Vielleicht weil die Songs prinzipiell zugänglich und unverkopft daher kommen, sich aber bei intensiverer Auseinandersetzung immer neue Details auftun, die man als Hörer zunächst entdeckt, aus dem Kontext loslöst, mit eigenen Gedanken bepinselt, wieder einfügt und schließlich nicht mehr an ihnen vorbeikommt. Das gilt für die Musik wie für den Text gleichermaßen. Yukno finden clevere Worte, mit denen sie persönliche Themen erst bleischwer verpacken, um sie im nächsten Atemzug mit einer große Prise Lässigkeit direkt wieder zu dechiffrieren. So bedürfen die Texte trotz ihres gedichtartigen Charakters keiner weiteren Erklärung. Und weil das mit der Tanzbarkeit bei intelligenter deutschsprachiger Musik ja manchmal so eine Sache ist… Ja, tanzen kann man dazu auch!

Die EP „König ohne Land“ erscheint am 09. September als limitierte Vinyl-Auflage auf dem künstlereigenen Label Yukno the Records. Die Single-Auskopplung „Zu meinen Göttern“ ist bereits ab dem 12. August im digitalen Handel verfügbar.